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Kritiken

Neue Osnabrüker Zeitung 04.12.2017




Hohenloher Zeitung 23.06.2017




Neue Westfälische 14.03.2016




Weser Kurier 05.01.2015

Gesänge wie flüssiger Honig

Russisches Quartett Valerina in der Barrier Kirche

Kaya Leimann

Es war schon etwas ganz Besonderes, was die russische Gruppe Valerina am Freitagabend in der Barrier St.-Bartholomäus-Kirche mit ihrem Publikum anstellte. Nicht wenige bekamen bei den gefühlvollen Gesängen eine Gänsehaut und schlossen für einen kurzen Moment die Augen, um sich in die Ruhe und Stille der Weihnachtszeit und in die Weite der russischen Landschaften hineinzuversetzen...
...Die tolle Akustik sorgte dafür, dass auch die Stimmen den Kirchensaal für sich einnahmen. Ihr Gesang verschmolz wie flüssiger Honig...
...Mit einem lauten Pfiff endete eines der Lieder und ließ das Publikum wieder hellwach auf ihren Bänken sitzen. Damit endete auch schon bald das Konzert und ließ ein mehr als zufriedenes Publikum zurück. „Es war wirklich toll. Ich hatte über die Band im Internet zwar nichts gefunden, aber wir sind positiv überrascht“, erzählte Silke Bertram, die sich das Konzert mit ihrer Freundin Anke Franke angeschaut hatte. „Sonst höre ich eigentlich andere Musik, aber vor allem die langsamen Lieder haben mich sehr bewegt.“ Ähnlich ging es Brigitte Martin, die von den sakralen Stücken aber auch von der Volksmusik sehr angetan war: „Ich wurde noch einmal zurück in die Weihnachtszeit versetzt und hatte das Gefühl, einer richtigen Geschichte zu lauschen. Die (vier) haben wirklich tolle Stimmen“, urteilte Martin.

Thüringer Zeitung 18.12.2012

Ein ganz ohne die hierzulande üblichen Klassiker des Genres auskommendes, aber nicht minder stimmungsvolles Weihnachtskonzert bot die Vokalgruppe Valerina in der Kirche zu Kühndorf. Sie ließen mit ihrem Gesang Tone zu Bildern werden
Von Jürgen Glocke

Kühndorf – „Lieder in Weiß“ hieß das Programm, mit dem die Vokalgruppe Valerina am Samstag ein etwa vierzigköpfiges Publikum in der Kirche zu Kühndorf begeisterte. Durch einen großen Melodienreichtum und vielschichtige Harmonien zeichneten sich die vorgetragenen Gesänge der russisch-orthodoxen Kirche wie auch von Weihnachtsliedern, sogenannten Koladki, wie sie traditionell in russischen und ukrainischen Dörfern gesungen werden, aus. In der Weihnachtszeit gingen Jugendliche, als Tiere und böse Geister verkleidet, von Hof zu Hof und sangen Koladki – und bekamen Geschenke und Süßigkeiten dafur.

Traditionen bewahren

Wie viele andere drohen auch diese alten russischen Traditionen mit der Zeit verloren zu gehen. Sängerinnen und Sänger wie die des Ensembles Valerina versuchen diese Traditionen zu bewahren und die Menschen neu dafür zu begeistern – nicht nur in ihren Heimatlandern Russland, Weißrussland und der Ukraine, sondern auch hier in Deutschland, wo die vier Musiker seit einigen Jahren leben, studieren, arbeiten und künstlerisch tatig sind. Kennen gelernt haben sich Valeria Shishkova (Sopran), Valeria Pankow (Alt), Ewgeni Pankow (Tenor) und Vitali Aleschkewitsch (Bariton) erst in Deutschland. Sie begannen, gemeinsame Konzertprogramme zu entwickeln, fur die sie aus dem großen Fundus traditioneller sakraler und profaner osteuropäischer Gesänge und Melodien schopfen. Reine Vokalmusik kommt dabei in ihren Konzerten zu Gehör, Lieder, die im Gedachtnis der Sangerinnen und Sanger tief verhaftet sind und dank langjahrig professionell geschulter a capella-Harmonien Emotionen wecken, die vor dem geistigen Auge der uhorer zu Bildern werden – Bilder vom strengen russischen Winter, von der Stille des Waldes, der unendlichen Weite der Steppen, den vom Wind bewegten Kornfeldern, aber auch vom Zauber des Heiligen Abends, den Klang der Neujahrsglocken und dem Lachen auf den fröhlichen Festen in den Dörfern.
Die längste Zeit in Deutschland von dem Quartett ist Valeria Shishkova. Die Vokalgruppe Valerina ist nicht das einzige Ensemble, mit dem die in Moskau geborene und seit vierzehn Jahren in Dresden lebende Sopranistin durch die Lande tourt. So pflegt sie mit dem Ensemble Zariza Gitara auch die russische Zigeunermusik. Vor allem aber hat sie sich in den vergangenen Jahren zu einer herausragenden Interpretin jiddischer Lieder entwickelt. Erst im Oktober war das Trio Valeria Shishkova & Di Vanderer Preistrager beim Internationalen Wettbewerb der jüdischen Musik in Amsterdam.

Reine klare Stimmen

In der Kühndorfer Kirche indes standen weder russische Zigeunerweisen auf dem Plan, noch jiddische Lieder, sondern das spezielle Weihnachtsprogramm „Lieder in Weiß“.
Und dieses ging zu Herzen. Ganz versunken in den reinen und klaren Klang der Stimmen saßen die Besucher in den Kirchenbanken, genossen die getragenen Gesänge ebenso wie die fröhlichen und spurten Ruhe und eine besondere Feierlichkeit in sich aufsteigen. Wenn man diese Gefühle nur festhalten konnte und mit in den Alltag nehmen.

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